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Wie du dich am besten auf dein Referendariat (Jura) vorbereitest

Zuerst einmal Gratulation zum Bestehen deines 1. Staatsexamens! Wie geht es nun weiter? Vielleicht hast du dich schon als Rechtsreferendar:in beworben. Wenn nicht, wäre dies der nächste Schritt. Informationen, Formulare, Fristen usw. findest du hierfür auf der jeweiligen Webseite des Justizministeriums deines Bundeslandes oder der Webseite deines präferierten Landgerichts im Bereich Referendariat.

Wenn du nun auf den Beginn deines Referendariats wartest, genieße zunächst die Zeit bis dahin. Wenn du aber vom nichts tun unruhig wirst und auf keinen Fall unvorbereitet ins Ref. gehen willst, dann lies diesen Beitrag und wenn dir das immer noch nicht genug ist, haben wir weiter unten noch eine Buchempfehlung für dich. Am besten meldest du dich schon einmal hier für unseren kostenlosen Newsletter an, denn JurButler bietet gerade für Referendar:innen viele nützliche Inhalte, z.B. unsere Unfairen Vorteile.

Nun aber zum eigentlichen Thema: was kannst du machen, um dich auf dein Referendariat vorzubereiten?

1. Informationen sammeln

Der erste Schritt zur Vorbereitung deines Referendariats sollte sein, dass du Informationen über den Ablauf sammelst. Das Referendariat läuft nicht in allen Bundesländern gleich ab, deswegen findest du diese Informationen nicht hier, sondern auf den Seiten des Justizministeriums deines Bundeslandes. Beachte beispielsweise das manche Bundesländer zwei Wahlstationen haben. Auch sind die einzelnen Stationen teilweise unterschiedlich ausgestaltet, so dass in manchen Bundesländern bei der Wahl der konkreten Ausbildungsstation mehr oder weniger Flexibilität besteht. Schließlich lohnt sich auch ein Vergleich der Unterhaltsbeihilfe in den verschiedenen Bundesländern. Denn gerade beim Referendariat in teuren Städten kommt es auf jeden Euro an.

2. Bewerbungen für Stationen?

Für die meisten Stationen im Referendariat reicht es, wenn du dich nach Beginn des Refs. dort bewirbst. Bei manchen Stationen, z.B. der Polizei oder dem Auswärtigen Amt gibt es aber sehr viele Bewerber:innen oder von deinem Referendariat unabhängige Fristen.

In diesen Fällen solltest du dich also schon vor Beginn deines Referendariats informieren und ggf. bewerben.

Überlege dir also schon einmal, wo du deine Ref.-Stationen machen möchtest. Wenn du wissen möchtest, ob eine Station von anderen Referendar:innen als gut oder schlecht empfunden wurde, schaue mal hier bei unseren Station-Reviews, ob diese Station vielleicht schon reviewt wurde.

3. Kommentare mieten?

Sicherlich hast du schon einmal davon gehört, dass die meisten Examenskandidat:innen die Kommentare und Gesetze für die Klausuren von einem kommerziellen Anbieter mieten. Genau genommen ist, dies also eher ein Thema für das Ende deines Referendariats. Aber die Kommentare können gerade in den Monaten Juni und Dezember schnell ausgebucht sein.

Du kannst aber trotzdem entspannt den Beginn deines Referendariats abwarten, vielleicht kümmert sich dein:e AG-Sprecher:in auch schon früh um eine Gruppenbuchung. Wir empfehlen dir also nicht, die Kommentare als „Frühbucher“ schon vor Beginn des Refs. anzumieten. Einerseits besteht dafür kein Bedarf und andererseits kämst du so nicht in den Genuss von Gruppenrabatten.

Wenn du dich trotzdem schon vorher informieren möchtest, erfährst du hier, wo du die Kommentare am besten anmieten kannst. Warum eigentlich mieten und nicht kaufen? Dieser Frage sind wir in diesem Beitrag nachgegangen.

4. Kommentare (gebraucht) kaufen

Nach diesem Beitrag kannst du unseren Leitfaden zum Kauf gebrauchter Kommentare und Altauflagen lesen. Dort erfährst du genau, warum du für die Klausuren während des Referendariats keine neuen Kommentare brauchst und wo du günstige Kommentare (z.B. Vorauflagen) herbekommst und wie alt sie maximal sein dürfen.

Warum solltest du die Kommentare schon vor Beginn deines Referendariats kaufen? Der Markt für gebrauchte und gut erhaltene Kommentare schwankt leicht. Und wenn du Zeitdruck hast, weil die erste AG-Klausur ansteht oder zu deinem Zeitpunkt in vielen Bundesländern Referendar:innen starten, musst du vielleicht mehr Geld ausgeben, als wenn du immer mal wieder nach Kommentaren schaust und dann in einem günstigen Moment zuschlägst. Aber denk dran, dass es um Ersparnisse von 10-20 € geht. Du solltest also nicht zu viel Zeit hierfür aufbringen.

Hier erfährst du, welche Kommentare du in deinem Bundesland brauchst.

5. Vorlernen?

Solltest du vor dem Beginn des Referendariats schon mit dem Lernen anfangen? Davon raten wir persönlich ab. Selbst, wenn du dir keine schönere Tätigkeit als lernen vorstellen kannst (gibt es das überhaupt?), wird die Zeit vor dem schriftlichen Examen nochmal echt herausfordernd. Denn wenn du in deinen Stationen richtig arbeitest, vielleicht noch eine Nebentätigkeit und dann noch einen Ausgleich hast, wird das mit dem Lernen schon anstrengend genug. Entspanne dich also, du wirst schon noch früh genug anfangen zu lernen.

Und wenn du es wirklich nicht aushältst, halte deine Kenntnisse des materiellen Rechts frisch oder hör dir für einen sanften Einstieg den Zivilrechts-Podcast an. Zum Einstieg in die Zivilprozessordnung schadet auch sicher ein Blick in den Knöringer oder Anders/Gehle nicht. Aber an dieser Stelle nochmal: Das Referendariat wird noch stressig genug, gönn dir vorher etwas Erholung!

6. Lehrbücher & Skripte kaufen?

Da du ja nicht vorlernst, brauchst du vor Beginn des Refs. auch keine Lehrbücher oder Skripten kaufen. Wenn du Pech hast, erscheint kurz nach deinem Kauf sogar eine neue Auflage und du ärgerst dich nur. Kaufe deine Lernmaterialien also so spät wie möglich, aber so früh wie nötig. Demnach empfehlen wir am Ende einer Station, die Unterlagen für die neue Station zu kaufen.

7. Noch mehr Vorbereitung

Wenn du noch mehr über das Referendariat wissen willst oder mehr planen willst, kaufe dir das Buch „99 Tipps & Hinweise für ein erfolgreiches Rechtsreferendariat“ von Berkemeyer und Hrube. Hier kannst du eine Review zu diesem Buch lesen.

8. Fazit

Wie sollte man sich also auf das Referendariat (Jura) vorbereiten? Zunächst solltest du Informationen sammeln, damit du weißt, wie das Referendariat abläuft. Dann solltest du dir Gedanken darüber machen, ob du eine Station machen möchtest, für die es Fristen oder besonders viele Bewerber:innen gibt. Ist das der Fall, schreibe deine Bewerbung bereits vor dem Ref.-Beginn. Informiere dich bei JurButler über die gebrauchten Kommentare und kaufe diese dann günstig. Nutze deine Zeit auch für deine Steuererklärung, falls du dies noch nicht getan hast.

Den Schwerpunkt der Zeit vor deinem Referendariat solltest du aber auf die Entspannung legen und dich schon mal freuen, denn das Referendariat macht richtig Spaß.

PS: Mache deine Steuererklärung

Wusstest du schon, dass du spätestens für das Jahr deines ersten Staatsexamens eine Steuererklärung abgeben kannst? Falls du es noch nicht getan hast, solltest du unbedingt deine Steuererklärung machen. Repetitorium, Skripte usw. waren schließlich teuer genug. Hier erfährst du mehr dazu, auch zum Thema Verlustvortrag.

PPS: Mache ein Erasmus-Semester

Dies ist eher ein Tipp für die Zeit unmittelbar nach dem Examen: Mach ein Erasmus-Semester! Gute Gründe für Erasmus gibt es viele. Allein die persönliche Weiterentwicklung und der Spaß der dich erwartet, dürften Gründe genug sein. Viele wissen allerdings nicht – wir damals auch nicht -, dass man Erasmus auch nach dem 1. Staatsexamen machen kann. Denn entscheidend ist nur, dass man noch eingeschrieben ist. Deswegen überlege gut, ob du die Chance noch für ein Semester im Ausland nutzt, um den ganzen Stress des Examens abzulegen. Für nähere Details informiere dich am besten bei den jeweiligen Ansprechpartnern an deiner Universität.


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