Review: Der Trainer in der Zivilrechts-AG

Der Trainer in der Zivilrechts-AG – lohnt sich der Kauf?

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1. Fakten

Titel:Der Trainer in der Zivilrechts-AG
Autor:Dr. Markus van den Hövel
Auflage:2010
Verlag:Books on Demand GmbH
Preis:27,80 €

2. Review

Dr. Markus van den Hövel ist für sein Werk „Die Tenorierung im Zivilurteil: Darstellung anhand praktischer Beispielsfälle“ bekannt und wird damit in vielen anderen Skripten zitiert. Leider ist sein im folgenden reviewtes Buch meines Ermessens nicht weiter zu empfehlen. Im Folgenden erfährst du wieso:

Der Trainer in der Zivilrechts-AG verspricht, der perfekte Begleiter für die einführende Zivilrechts-AG zu sein und Tag für Tag mit Übungen und praxistauglichen Fällen zur Seiten zu stehen.

Der Grund weshalb das Buch den Zweck eines Trainers meines Ermessens nach nicht erfüllt, liegt nicht in den Inhalten oder dem Aufbau des Buches, sondern an der Gestaltung. Am besten lässt sich das direkt an der Einführung erklären:

Hier wird ein Grundfall geschildert. Dann folgen Fragen zu dem Fall in verschiedenen Variationen. Soweit, so gut. Das Problem ist aber, dass die Lösung unmittelbar in der Zeile unter der Frage steht. Und zwar nicht mit Zeilenabstand von 1,5 oder mehr, sondern direkt, einzeilig darunter. Natürlich gibt es hier eine Lösung, dass man ein Blatt nimmt und damit die Lösung abdeckt. Dieses „Vokabel-lern-Prinzip“ ist aber in dem Fall des Zivilrechts-AG-Trainers absolut störend und nervig. Denn die Din-A5- Seiten sind mit so viel Abstand zum Rand bedruckt, dass nur sehr wenig Inhalt auf jeder Seite steht und vor allem so, dass man diesen mit einem Blick schon erfasst. Um sich also nicht von der Lösung „zu spoilern“ lassen, muss man die Seite direkt nach dem Umschlagen abdecken und dann immer Zeile für Zeile aufdecken.

Vereinzelt fehlen zudem auch die Überschriften. So folgte nach der Darstellung des Sachverhaltes ohne Ankündigung der Lösungsweg. Klar, man checkt das dann schon irgendwann, aber muss halt nicht sein.

Formatierung

Dies führt auch zu dem nächsten Kritikpunkt: der Formatierung des Buches. Von Anwält:innen in Kanzleien und an der Uni für Hausarbeiten eingeprügelt, haben viele von uns mittlerweile einen gewissen Anspruch an Formatierung bzw. man möchte Texte in Büchern flüssig lesen können. Wie bereits geschrieben, sind die Seiten mit extremen Seitenrand bedruckt und das noch mit einzeiligem Abstand. Das Buch hat aber trotzdem 508 Seiten. Natürlich sind dies Äußerlichkeiten, aber ich habe für das Buch EUR 27,80 gezahlt und dann erwarte ich schlicht ein durchdachtes Konzept und ein Buch, welches sich gut lesen lässt.

Positiv: die Falllösungen enthalten teilweise ausformulierte Tatbestände

Positiv hervorzuheben ist, dass Falllösungen enthalten sind, in denen auch der Tatbestand ausformuliert wird. Teilweise sind die Falllösungen aber auch eher stichwortartig formuliert und teilweise unpräzise. So heißt es z.B. „Das Landgericht ist sachlich zuständig, da der Streitgegenstand 10.000,- EUR beträgt.“ Klar, Richter:innen schreiben das so, aber Korrektor:innen wollen das halt präziser.

Fehlende Aktualität

Negativ ist auch, dass die Fälle auf dem Stand 2010 sind, was einfach zu alt ist, vor allem angesichts dessen, dass die Klausuren seitdem erheblich umfangreicher geworden sind.

3. Fazit

Alles in allem bietet „Der Trainer in der Zivilrechts-AG“ einige Fälle zum Üben. Diese sind mit dem Preis von 27,80 € aber sehr teuer, wenn man sich überlegt, dass es z.B. das Kaiserskript für deutlich weniger Geld bekommt, dieses gut lesbar, aktuell und anwendertauglich ist.

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